Wohnungsapfelspielen

Huhu!

Ich hab viel erlebt seit dem letzten Schreiben. Das will ich natürlich nicht alles erzählen. Aber ein bisschen schon. Gestern nämlich war Christi Himmelfahrt, aka Vatertag. Ich war bei Katrin, ebenso wie Antje und Philipp und eine von Katrins Komis, Sabine. Das war ein lustiger Abend, wir haben Pizza gebacken und Pizza gegessen und Brettspiele gespielt. Zuerst Cranium, was sehr lustig war, und anschließend, nachdem Sabine gegangen war, "Der Wahre Walter". Bei letzterem Spiel gingen die Meinungen eher auseinander. Nicht über das Spiel, das fanden wir alle gut, sondern über mich.

Der Wahre Walter ist ein Spiel, bei dem es darum geht, sich in einen anderen hineinzuversetzen und seine Gedanken zu erraten und zu imitieren. Das geht so, dass es viele Karten gibt. Auf jeder stehen drei Aussagen, in der jeweils mindestens ein "WALTER" vorkommt. Also zum Beispiel die Aussage: "Mir ist neulich aufgefallen, dass ich ziemlich viel Ähnlichkeit mit einer biblischen Figur habe, nämlich WALTER." Ich war bei dieser Aussage dran. Also musste ich aufschreiben, was ich denke, mit wem ich wohl am meisten Ähnlichkeit habe. Und genauso mussten Philipp, Antje und Katrin aufschreiben, was ich wohl glaube, mit wem ich am meisten Ähnlichkeit hab. Während ich "Jesus" aufschrieb, u.A. weil ich bei zwei Unigottesdiensten diesen schon verkörpert habe, schrieben meine drei Mitspieler unabhängig voneinander jeweils "Maria Magdalena" auf. Maria Magdalena? Wieso das denn bitte? Hier ist der passende Artikel von Wiki dazu. Ich frag mich wirklich, was das bedeuten soll. Ist ein echt interessanter Zufall, finde ich. Zumal es sich bei Maria Magdalena ja um eine sehr kontrovers diskutierte Person handelt (Hure <-> Prinzessin). Philipp sagte, er verbinde damit Leiden, aber die anderen beiden meinten, sie sei ihnen einfach als erstes in den Sinn gekommen.
Vielleicht denk ich einfach zu theologisch, aber Maria Magdalena war bei mir bei weitem nicht die erste Figur, die mir in den Sinn kam.

Nun denn.
Heute hab ich mein Mietverhältnis gekündigt. So richtig mit Brief und Unterschrift beim Postboten, damit der Brief auf keinen Fall verloren geht.
Ich werde also zum 1.9.2006 umziehen.
War eine eher spontane Idee. Sarah, meine Mitbewohnerin, sagte mir neulich, dass sie auszieht. Und da blieben mir zwei Möglichkeiten. Entweder ich such mir einen neuen Mitbewohner, oder ich zieh selber aus. Und letzteres war dann auch ziemlich bald die Entscheidung, die ich traf, weil ich doch eher in Mittelhamburg wohne als hier. Somit werd ich dort hinziehen. Mal gucken, wie, wohin, mit wem, usw.

Momentan bin ich dabei, mir zu überlegen, was von meinem Hausrat ich loswerden will. Ist ziemlich viel. Mein Bett zum Beispiel, welches da ist das Ehebett, das ich mit Heidrun(!) vor über zwei Jahren beim Einzug gekauft habe. Meinen Fernseher will ich auch loswerden, denn ich brauch ihn nicht wirklich. Ab und zu guck ich darauf DVD über meine Xbox, aber das ist eher selten. Und Xboxspielen tu ich praktisch auch nicht mehr.
Ebenso will ich meinen Computermonitor loswerden. Der ist nämlich zum einen nicht mehr sonderlich gut und zum anderen zu groß und zu überflüssig. Meinen alten PC (fortan nur noch "Eve" genannt) kann ich noch brauchen, noch, weil dort eine 250gb Festplatte drinsteckt, deren Platz mir auf dem Powerbook (welches ich "Zoe" getauft habe) noch fehlt. Aber ansonsten kann ich auf Eve komplett verzichten, nun, wo ich Zoe habe. Dazu später mehr.

Ich will ganz viel wegschmeißen, das ich nicht brauche. Ich hab vor, mein Leben einfacher zu gestalten. Ich hätte sogar gern einen Einzugsscanner, um meine Bücher alle einzuscannen, damit die nicht auch noch meinen Platz wegnehmen. Das wäre echt praktisch. Nicht alle Bücher natürlich, viele find ich total toll optisch, vor allem gebundene, die sehen im Regal einfach sehr schön aus. Aber die vielen Paperbackversionen brauch ich alle irgendwie nicht mehr. Auch meine vielenvielenvielen Uniunterlagen, handgeschriebenes wie kopiertes, brauch ich als Zettelwirtschaft nicht wirklich. Dafür hätte ich sehr gern diesen Einzugsscanner, um die alle zu digitalisieren.

Mittlerweile erkenne ich, aus demselben Grund natürlich, auch den Sinn vom iTunes Music Store, in welchem ich Lieder digitalisiert kaufen kann, um nicht den Platz in meinen Räumlichkeiten zu verbrauchen.
Ist eigentlich widersprüchlich zu meiner Vorliebe für Special Editions aller Art. Ob bei Büchern (gebundenes Hardcover), Videospielen (zB die Warcraft III Collectors Edition), Filmen (2-, 3-, 4-Disc-Editions...), Music (CDs mit Special-DVD oder so) oder Gläsern (ja, auch da gibts diverse Sammlerstücke). Aber egal. Ich kann damit leben. :-D


Apple fehlt noch, dann haben wir alle Teile aus der Überschrift entschlüsselt.

Meine ersten Erfahrungen mit dem schönen Apple Powerbook sind beinahe alle positiv. Ich fang mal mit den negativen an: Pages, das Apple-Textverarbeitungsprogramm, hat keine Autosave-Funktion und ist mir schon zweimal abgeschmiert, ohne dass ich den Kram vorher speichern konnte. Das ging mir ziemlich auf den Sack, zumal das Eine eine Vorlesungsmitschrift war, die ich wirklich noch gut hätte gebrauchen können. Ich hab inzwischen zu Word gewechselt, das es auch für Mac in einer brauchbaren Version gibt. Das hat Autosave und ist mir noch nie abgestürzt. Und es ist ein bisschen kompatibler mit der Windowswelt, was ja nicht schlecht ist, solange, bis alle bekehrt sind. ;-)
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Sabine übrigens, die ich gestern kennengelernt habe, ist auch Applefan und hat ein iBook und einen iPod Shuffle, was sie mir noch sympatischer machte als sie durch ihr nettes und fröhliches Auftreten ohnehin war. *schleim* Schade, dass sie einen Freund hat...
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Zurück zum Thema! Ich hab Apples "Garageband" entdeckt und find es toll. Damit hab ich eine reelle Chance, das vor einiger Zeit als Gedicht "Als Lied geschrieben" abgedruckte, aber nie komponierte Lied nun doch als Lied zu vollenden. Denn damit kann ich verschiedenste Instrumente per Tastatur eingeben und alle nebeneinander abspielen. Mit genügend Enthusiasmus dürfte ich das hinkriegen, denk ich. :-)

iPhoto ist inzwischen auch einer meiner Favoriten. Damit ist es ziemlich einfach für mich, meine inzwischen schon über fünftausend Fotos zu sortieren und den Überblick zu behalten. Außerdem arbeite ich damit gerade an (hab ich das schon erwähnt?) einer Diashow. Ein paar meiner Dozenten waren im März in China und haben dort intelligente Gespräche mit wichtigen Leuten auf ihrem Fachgebiet geführt. Nebenbei haben sie natürlich Urlaub gemacht und dabei diverse Bilder. Aus diesen, so mein Auftrag, soll ich eine 15-20minütige Diashow zusammenstellen, die bei einem Nachtreffen dann für Furore sorgen soll. ;-) Das macht mir Spaß und ich werd dafür (ich weiß noch nicht wie hoch) bezahlt. :-)

Und mein aktuelles i-love-apple-Erlebnis:
Ich habe die Kündigung für meinen Mietvertrag auf Zoe geschrieben, weil ich da gerade Word drauf habe, auf Eve nicht. Aber mein Drucker war immer an Eve angeschlossen. Ich hab also darauf vertraut, dass ich den Drucker einfach an Zoe anschließen muss und er funktioniert. Und siehe:
Ich habe das Dokument geschrieben, abgespeichert und bin mit dem Mauszeiger auf den "Drucken"-Knopf gefahren, hab ihn noch nicht gedrückt. Dann hab ich das USB-Kabel meines Druckers (ein HP-Billigdrucker, abgesehen von den Patronen :-/ ) an Zoe angeschlossen. Als ich mit meiner Hand wieder zur Maus wanderte und den Knopf drückte, wurde das Dokument gedruckt. Einfach so. Ohne IRGENDEINE Installation! Ist das nicht geil? Ist das nicht der Traum eines jeden Windows-Users? Ist das nicht genau der richtige Typ PC für Leute, die keinen Bock haben auf Installationen und Treiber und Registry und Defragmentierung und Antivirenscanner und was es nicht alles bei Windows braucht, damit das System läuft?
Ich bin seehr froh, dass das nun für mich der Vergangenheit angehört. Wenn ich nicht irgendwann einen gravierenden Nachteil an Apple entdecke, werde ich wohl nie wieder einen Windows-PC kaufen. Warum sollte ich? - Eben. :-)

26.5.06 20:30

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Oliver / Website (29.5.06 22:08)
Hallo Arne,

das muss ich mal kommentieren...

Pages ist ein klasse Programm, damit habe ich bisher zwei ca. 40-seitige Dokumente mit fetten Bildern geschrieben, es ist mir dabei nicht abgestürzt, es wurde nur etwas langsamer, je heftiger ich mit Grafiken rumhantierte (schonmal eine Vektorgrafik mit 1000 Messpunkten verarbeitet?), aber sobald ich auf der nächsten Seite ohne anspruchsvolle Grafik war, ging es flott weiter.

Für nur Notizen finde ich Pages etwas übertrieben... Dafür gibt es Textedit, welcher ähnlich Wordpad ebenfalls formatierten Textinput versteht und zudem ziemlich schnell und sicher ist.

Das tolle an Pages ist ja, dass man pdf-Dateien einfach ins Dokument ziehen und mit ihnen weiterarbeiten kann. Das war für mich die einzige Chance, verlustfrei Formeln in meine Textdokumente einzufügen, da Pages leider keinen Formeleditor besitzt...

Egal, ich werde demnächst Ragtime ausprobieren, das soll von der gefühlten Geschwindigkeit schneller als Pages sein. Aber ich muss sagen, dass ich mit Pages sehr zufrieden bin, denn mit anderen Programmen kann ich nicht so schnell und einfach anspruchsvoll gestaltete Arbeiten schreiben.

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