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Ziele

Liebe.
Nein, eher Verliebtheit. Das ist es, was ich gern hätte. Jemanden zum Anhimmeln.
Aber es gibt so jemanden nicht. Ich treffe ständig neue Mädels, aber bei keiner von diesen sagt mein Herz: "Das ist sie das ist sie das ist sie."

Das hab ich lange nicht mehr gespürt.
Früher war das anders. Als ich in der Schule war, hab ich mich alle naselnag verliebt. Aber das ist inzwischen anders.
Oder es ist einfach nicht mehr so stark wie damals.
Vielleicht ist es ja so:
Ich merk es mittlerweile nicht mehr, wenn ich mich verliebe. Ich bin zu sehr abgestumpft, hab das schon viel zu oft erlebt und hab mich inzwischen an das Gefühl des Verliebtseins gewöhnt. So, wie ich es inzwischen ebenfalls nicht mehr merke, ob ich mit einer Frau flirte, oder ob sie mich mehr mag als andere. Ich sollte mein Bewusstsein darauf schärfen, solche Dinge zu merken, mitzukriegen, ob ich selber verliebt bin oder nicht.

Eigentlich gibt es da doch Anzeichen für? An niemand anderen denken, wichtige Dinge vergessen, gegen Wände laufen, plötzlich gedanklich abschweifen und an das Mädel denken, Pläne entwickeln zum Mädelglücklichmachen, und dergleichen.
Wenn das Dinge sind, die ein Verliebter erlebt, dann bin ich eine ganze Weile nicht verliebt gewesen. In diesem Jahr - obwohl ein Viertel davon schon vergangen ist - noch gar nicht.
Ich hab auch seit Beginn dieses Jahres das Gefühl, kein Konzept mehr zu haben, keinen Plan, kein Ziel.

Dabei ist mir doch mein Leitspruch so wichtig:
'Das Ziel ist das Ziel! Der Weg ist sekundär.'

Was soll jemand wie ich, mit einem solchen Wahlspruch, an einem Leben ohne ein Ziel finden?

Versteht mich nicht falsch, es geht mir gut, ich hab eigentlich alles, was ich brauche. Ich bin sogar verhältnismäßig glücklich. Aber dennoch bin ich irgendwie...
...langweilig.
und auch gelangweilt, ja.

Ich sollte da was gegen tun.

Hmm...
Tu ich an sich ja.
Eben war ich mit Peter bei Oli, zum Spaßhaben und Lustigsein, gestern war ich bei Hanjo zum Rollenspielen, morgen, bzw heute, fahr ich zu Mirko zum Rollenspielen, morgen hab ich mit Camael, Stefan und den beiden Mädels Rollenspiel, bald fängt die Uni wieder an...
Es ist nicht so, als ob ich mich nicht bemühen würde. Aber die Ergebnisse dieser Bemühungen sind alle irgendwie nicht von langer Dauer. Ich bin in den Momenten dann glücklich, darum erlebe ich sie ja, aber danach... Hmm....

Nagut, ich bin müde, ich geh mal ins Bett. Ich muss gleich schon wieder aufstehen, um rechtzeitig bei Mirko zu sein. Da freu ich mich drauf. :-J

3 Kommentare 2.4.06 05:58, kommentieren

Doom ... oder wie schreibt man das Hamburger Stadtfest?

Ich hatte einen schönen Abend. Ich war mit Peter, Katrin, Troy, Karsten und Steffi auf dem Dom. Das hat richtig Spaß gemacht. Wir waren im Dom Dancer, mit dem ich lange nicht gefahren bin.

Früher war auf dem Pfingstmarkt nahe meiner Heimat immer ein "Dancer", der eigentlich ein Dom Dancer war, dem das "Dom"-Schild fehlte, weil der Pfingstmarkt eben kein Dom ist. Nils und ich haben uns häufig einen Spaß daraus gemacht, damit zu fahren. Wir haben durch lange Studien herausgefunden, dass es verschiedene Fahrten gibt. Eine Fahrt ist nicht in jedem Wagen immer gleich. Sondern es wechselt von Mal zu Mal. Und es gibt halt bessere Fahrten und schlechtere. Um die besseren mitzukriegen, bleibt nichts anderes übrig, als in einem Wagen mehrere Runden sitzenzubleiben. Das haben wir auch getan, meist 4 Runden, weil vier Karten nur 15DM statt 16DM Einzelkaufpreis gekostet haben. Danach waren wir auch gut durchgeschüttelt, aber wir haben mindestens eine gute Fahrt erlebt. Und das lohnte sich.

Das ist ziemlich lange her, damals gab es noch DM und ich hab mit Nils jede freie Minute verbracht.

Heute hatte ich zwar in Katrin eine tolle Begleitung, aber die Fahrt war eine von den nicht so tollen.

Anschließend sind wir weitergelaufen und haben im Mittelalterdorf in der Mitte des Domes einen Becher Met getrunken. Der war lecker. Gerade als wir da am Trinken waren, fing das Feuerwerk an. Das war total schön anzusehen und hat mich besonders deshalb fasziniert, weil bei dem Spektakel mir als Naturwissenschaftler wieder deutlich wurde, dass der Schall wesentlich langsamer ist als das Licht. Ich konnte richtig die Sekunden zählen zwischen dem Blitz der Raketen und dem Knall. Sehr spannend.

Zu viert sind Peter, Katrin, Troy und ich dann zu Peter und Katrin nach hause gefahren. Wir wollten vielleicht ein bisschen Wein trinken und DVD gucken.

Katrin wollte mit Oli aufn Kiez.

Wir sind dann mitgefahren und ich bin bald nach hause gefahren. Ich hab mich gefreut auf meinen neuen Plani, der um 0250 fertig geworden ist. :-)
Damit hab ich dich wieder überholt, Peter!
(Für alle Unwissenden: es geht um Omega Day)

Und nun warte ich darauf, nach hause zu kommen, um ihn mir anzugucken und zu bebauen. Ich glaube, ich bin richtig süchtig danach. Aber es macht Spaß!

2 Kommentare 8.4.06 02:58, kommentieren

Als Lied geschrieben

Ich habe aufgegeben. Ich hab es als Lied geschrieben, neulich, aber es gab keine Chance für mich mit adäquaten Mitteln, ein Lied daraus zu machen. Hier nun wenigstens der Text, damit nicht dieser auch noch untergeht:




Als Lied Geschrieben

Es gibt etwas in meinem Leben
das ich nicht verstehen kann.
Es bringt meinen Körper vor Gier zum Erbeben
Und andauernd denk ich daran.

Ich bin wie ein Puzzle, dem ein Teil fehlt.
Ich weiß nur nicht, welches das ist.
Ich hätte es gerne allen erzählt
Vielleicht wär ja einer dabei, der es nicht vergisst.



Irgendwas
fehlt mir, was es ist, das weiß ich nicht.

Vielleicht ist es das:
Dein wunderschönes Gesicht.

Du blickst mich an
und sagst: "Du bist wirklich wunderbar."

Daraufhin
streifst du mir mit den Fingern durch das Haar.

Du bist mir nah.


Ich seh schon deine Haare mit geschlossenen Augen.
Ohne es dir zu sagen, will ich zu dir.
Ich weiß wohl, dass meine Gedanken nichts taugen,
denn du bist unerreichbar, du bist nicht hier.


So ist es nun. Wird es etwa so bleiben?
Ich stelle mir vor, jetzt bei dir zu sein.
Es hilft nicht mal, mich mit Wein zu betäuben,
darum trinke ich Saft und lieg hier allein.


Doch schöpfe ich Hoffnung, du willst mich irgendwann.
Dann stehst du vor meiner Tür und siehst umwerfend aus.
Dein Duft allein zieht mich in deinen Bann
und du holst mich aus meinen Zweifeln raus!

3 Kommentare 18.4.06 21:57, kommentieren

Gedankenflut

Ich habe gerade Katrin und Peter besucht, ganz spontan. Sie haben sich beide gefreut. Peter hatte aber viel zu tun und so hab ich mit Katrin Video geguckt. Und zwar einen theologisch-anthropologisch wertvollen Film, nämlich Bruce Allmächtig. Ein wunderbarer Film, der mir sehr gefallen hat, zudem er Gott zum Thema hatte und ihn ziemlich so dargestellt hat, wie ich es auch getan hätte. Gutmütig, entspannt und vor allem: allwissend. Und schwarz, wie ich es auch treffend finde.

Ich hab in letzter Zeit sehr viel theologischen Input gekriegt. ZB am letzten Sonntag, denn da fand der zweiwöchentliche Unigottesdienst statt. Ich habe daran mitgearbeitet und in einer Inszenierung zu Lukas 24,13-35 Jesus dargestellt. Die Inszenierung, so hab ich von vielen Leuten gehört, war sehr schön eindrücklich und vor allem verständlich, was sehr wichtig ist in meinen Augen.

Das war abgesehen von Weihnachten mein erster Gottesdienst seit über drei Jahren. Und das als Theologiestudent.
Ziemlich beeindruckend, oder?
Aber ich bin in dem Unigottesdienstvorbereitungsseminar und finde das ganz toll und werde somit bei jedem Unigottesdienst in diesem Semester mitarbeiten.

Ich habe in der Bibel gelesen, heute, freiwillig und selbstständig. Ich habe Christiane, einer Kommilitonin von mir, die Geschichte mit Silas vorgelesen, die in der Apostelgeschichte in Kapitel 16 steht, und vielen sicher bekannt ist aus "Sakrileg" von Dan Brown, das demnächst auch als Film in den Kinos zu sehen ist.

Heute, in einer Vorlesung über Begegnung der Religionen, wurde über diverse Riten von anderen Religionen wie dem Islam und dem Buddhismus gesprochen. Und, dass die Christen sowas eigentlich nicht kennen, oder eher: nicht mehr. Jeder muss seinen Tagesablauf selber finden.
Ich bewundere die Leute, die einen festen Tagesablauf haben mit festen Ritualen, wie zB Beten vorm Einschlafen.

Ich habe gestern Abend lange telefoniert, einigermaßen unerwartet. Daher war ich heute ziemlich müde. Das war nicht so schön.

Schön war auch das Wetter heute nicht. Aber es kann ja nicht immer so schön Frühlingsangebracht wie gestern oder am Montag sein. Und Regen gehört schließlich schon seit jeher zu Norddeutschland. Es würde ohne ihn auch etwas fehlen.

Ich verfehle mich hoffentlich nie. Ich hoffe, immer das richtige zu tun. Das Blöde dabei ist, dass ich nicht wissen kann, was das richtige ist. Ich muss mich auf mein Gefühl verlassen. Und das hat mich bislang meist auf den richtigen Weg geführt.

Mein Studium zum Beispiel ist genau der richtige Weg. Ich bin sehr glücklich mit der Entscheidung, Theologie zu studieren, denn ich lerne wirklich viel, was mich interessiert und kann es im Leben anwenden. Es gibt aber noch vieles, was ich noch lernen muss. Die Zeit wird zeigen, ob ich das kann.

Ich habe in der Vorlesung heute morgen den Tagesablauf eines buddhistischen Mönches erfahren. Minutengenau geplant. So stellte es zumindest ein Mensch dar, der ein Jahr in einem buddhistischen Kloster war.
Eigentlich ist es nicht so, dass die Zeit wichtig ist. Einzig die westliche Welt und besonders Deutschland legen da viel Wert drauf.
Soziale Kontakte sind unendlich viel wichtiger als Zeit.
In der Vorlesung haben wir eine wahre Geschichte gehört, die ich gern erzählen möchte:

Ein Mann arbeitet in einer Bibliothek. Eines Tages erscheint er nicht zur Arbeit. Am nächsten Tag wird er von seinen Kollegen gefragt, was denn los war, wo er war, und ob es ihm gut ginge. Und seine Antwort war: Mir geht es wundervoll, mein Bruder kam zu Besuch.
Ihm war also sein Bruder viel wichtiger als seine Arbeit. Jedem ist wahrscheinlich sofort klar, dass diese Geschichte in der westlichen Welt nicht stattgefunden haben kann. Ich weiß nicht wo, aber es ist wahrscheinlich ein glücklicherer Ort als hier.



Mein Wort für Donnerstag, 27. April 2006:

Wagnis

Lasst es in euch wirken! :-)

26.4.06 23:43, kommentieren